TeamViewer Facebook Twitter Xing Kununu LinkedIn DigitalDojo

Verkaufsreklamationen und Verkaufsgutschriften


Es kann vorkommen, dass Kunden eine Ware oder Teile davon retournieren. Um diese Abläufe in NAV zu dokumentieren und abzuhandeln stehen folgende Wege zur Verfügung:

Die Verkaufsreklamation

Eine Verkaufsreklamation ist eine „erweiterte Verkaufsgutschrift“. Bei der Verkaufsreklamation stehen ein paar Funktionen mehr zur Verfügung bzw. werden anders gehandhabt (z.B. Buchungsroutine).

Die „Verkaufsreklamation“ ist immer die beste Variante, wenn es sich um Rücknahmen von Waren handelt, die der Kunde reklamiert hat. Sobald eine Verkaufslieferung gebucht wurde, kann diese mittels einer Reklamation wieder eingebucht werden. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit „Reklamationsgründe“ zu hinterlegen. Fakt ist allerdings, dass der Abschluss einer Verkaufsreklamation dasFakturieren ist. In diesem Fall wird letztendlich durch die Faktura eine Verkaufsgutschrift gebucht.

Verkaufsreklamation 1

Um sich jetzt die Belegzeilen in die Reklamation zu holen, wird die Funktion „zu stornierende gebuchte Belegzeilen abrufen“ genutzt.

Es öffnet sich eine Art „Dialogfenster“, in welchem die Belegzeilen angezeigt werden, die mit diesem Kunden gebucht wurden.

Verkaufsreklamation 2

Im Feld „Belegartfilter“ kann aus einer Optionsauswahl die Belegzeilenart gewählt werden, die für diese Reklamation benötigt wird.

Nach der Auswahl der Zeilen wird eine Belegkopie durchgeführt, das heißt es werden die gelieferten Zeilen in den Reklamationsauftrag übernommen. Zusätzlich kann in dem Feld „Reklamationsgrundcode“ eine entsprechende Auswahl definiert werden. Außerdem kann die Menge noch verändert werden, wenn die Reklamation nicht die gesamte Menge betroffen hat.

Um die Ware wieder dem Lagerbestand zuzubuchen (sofern diese physikalisch angekommen ist), wird die Funktion „Buchen“ mit der Option „Liefern“ verwendet. Die Verkaufsreklamation wird mit der Funktion „Buchen“ und der Option „Fakturieren“ abgeschlossen. Somit ist diese auch in der Finanzbuchhaltung als Verkaufsgutschrift gebucht.

Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit eine Verkaufsreklamation mit der Funktion „Buchen“ und der Option „Liefern und Fakturieren“ auf einmal abzuschließen.

Die Verkaufsgutschrift

Im Gegensatz zu der Verkaufsreklamation besteht bei einer Gutschrift tatsächlich nur die Möglichkeit den Prozess der „Lieferung der Rücknahme“ und das „Fakturieren der Gutschrift“ nur durch die einfache Funktion „Buchen“ durchzuführen.

Aus einer Verkaufsgutschrift können auch keinerlei reklamationsbezogenen Belege erstellt werden, da es diese Funktionalität hier nicht gibt.

Verkaufsgutschrift

Auch gibt es in der Verkaufsgutschrift das Symbol „zu stornierende gebuchte Belegzeilen abrufen“. Wie bei der Verkaufsreklamation kann aus der Auswahl die entsprechende Zeile in die Gutschrift übernommen werden. Wenn als Grundlage die „gebuchte Rechnung“ ausgewählt wurde, so wird auch neben der Lieferscheinnummer die ursprüngliche Rechnungsnummer mit übernommen. Auch das Feld „Reklamationscode“ existiert ebenfalls und kann befüllt werden.

Im Gegensatz zur Reklamation besteht die Möglichkeit bei der Gutschrift das Register „Ausgleich“ zu befüllen.

Handelt es sich um eine einzige Rechnung, die durch das Buchen der Gutschrift bereits jetzt mit ausgeglichen werden soll, dann werden die beiden Felder „Ausgleich mit Belegart“ und „Ausgleich mit Belegnummer“ befüllt.

Sollten mehrere Rechnungen ausgeglichen werden, dann muss die Funktion „Posten ausgleichen“ verwendet werden.

Sobald die entsprechenden Zeilen markiert wurden (Ausgleichs ID setzen), wird die Gutschrift mit der Funktion „Buchen“ abgeschlossen. Die Buchungen in der Finanzbuchhaltung werden erstellt und entsprechend der Zuordnung mit den Rechnungen verknüpft. Zusätzlich wird die Gutschrift sofort in das Archiv „geb. Verkaufsgutschrift“ geschoben. Außerdem werden im Lager die Artikel- und Wertposten gebucht.

Image