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Was ist ein Barcode?


Barcodes dienen als moderne Verknüpfung zum Informationsfluss und sind aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Sie fungieren als Steuerung, Überwachung und Verfolgung von Produkten in diversen Unternehmensabläufen. 

Die in Barcodes enthaltenen Daten werden mit optischen Lesegeräten (z.B. Scanner oder Kameras), maschinell eingelesen und elektronisch weiterverarbeitet.

In der Industrie werden über Barcodes beispielsweise Prozessinformationen gesammelt und in Warenwirtschaftssystemen erfasst. So können zum Beispiel Details zu Bauteilen, Baugruppen etc. in der Produktion und im Lager identifiziert und über den Computer verfolgt, Teile nachbestellt, nachproduziert und aufgefüllt werden. Sobald die Ware an den Transport übergeben wird, kann die Produktverfolgung dank Barcodes genau und einfach dokumentiert werden.

Welche Barcodearten gibt es?

1D Barcode - Strichcode:

Je nachdem welche Anwendung, Druck- oder Ablesemethode verwendet wird, kommt der passende Strichcode zum Einsatz:

  • Code 128: Alphanumerischer Code mit sehr hoher Informationsdichte, kann ASCII-Zeichensatz abbilden
    Anwendung: z.B. Gesundheitssektor

  • Code 39: Alphanumerischer Code mit geringer Informationsdichte
    Anwendung: z.B. Inventaretiketten, Namensschilder, Mitarbeiterausweise

  • Interleaved 2 of 5 (ITF): Numerischer Code mit hoher Informationsdichte 
    Anwendung: Kennzeichnung von Transporteinheiten

  • EAN128 (European Article Numbering): Mehrere Daten können gleichzeitig codiert werden (Produktcode, Gewichtsangaben, Haltbarkeitsdatum)
    Anwendung: z.B. Handelsartikel

  • GS1 DataBar: Numerischer und Alphanumerischer Code, 
    Anwendung: Kennzeichnung von Lebensmitteln

  • GTIN, EAN-13 und EAN-8: EAN-13 enthält 13 Stellen, EAN-8 enthält 8 Stellen
    Anwendung: globale, unverwechselbare Produktkennzeichnung

2D Barcode - Stapelcodes & Matrixcodes:

In dieser Barcodeart werden die Informationen in einer rechteckigen Fläche gestapelt hinterlegt. Dadurch lassen sich, im Gegensatz zu Strichcodes, deutlich mehr Informationen erfassen und können auch bei einer teilweisen Zerstörung der Fläche noch ausgelesen werden. Die hierfür verwendeten Scanner sind meist Kamera Scanner bzw. Imager.

  • PDF417: Dieser Stapelcode ist in seiner Höhe und Breite variabel - abhängig von der zu speichernden Datenmenge und der gewählten Fehlerkorrekturstufe (Lesbarkeit bei einer Beschädigung von bis zu 50% möglich). Der Vorteil gegenüber anderen 2D-Codes: PDF417 kann mit den meisten 1D-Laserscannern ausgelesen werden. Verwendung findet dieser Code beispielsweise auf Bordkarten im Flugverkehr.

  • DataMatrix-Code: Dies ist einer der bekanntesten 2D-Barcodes und weist eine sehr hohe Informationsdichte und Datensicherheit auf. Selbst bei einer Zerstörung von ca. 25% der Daten kann der Code noch ausgelesen werden. 

  • QR- Code: Dieser Code kann bei einer Zerstörung von ca. 30% der Fläche noch ausgelesen werden und kann von Smartphones entschlüsselt werden. Mittlerweile wird der QR (Quick Response) -Code auch zu Marketingzwecken eingesetzt.

3D & 4D Barcodes:

Die dritte Dimension wird mithilfe einer Farbsättigung erreicht und kommt bislang eher selten zum Einsatz. 

4D Barcodes sind animierte Barcodes, bei denen die Zeit als Dimension verwendet wird.

Anwendungsbereich von Barcode-Etiketten


Barcodes werden größtenteils in der Industrie verwendet um Dokumente, Objekte und Personen mit einem Code zu identifizieren, der automatisch weiterverarbeitet werden kann. Besonders in automatisierten Abläufen sind Barcodes ein wesentlicher Bestandteil und sorgen dafür, dass 100% korrekte Datenausgaben durchgeführt werden.

Anwendungsbereiche:

  • Logistik: Für eine genaue Erfassung aller Sendungen und Produkte in den verschiedenen Arbeitsabläufen sorgen Barcodes für eine frühzeitige Erkennung von verspäteten Lieferungen oder fehlenden Artikeln.
  • Gesundheitswesen: In Krankenhäusern erhalten Patienten oftmals ein Armband, um identifiziert werden zu können. 
  • Luftfahrtindustrie: Um Gepäck zu identifizieren, Bordkarten in Papierform und auf mobilen Endgeräten zur Verfügung zu stellen, sind Barcodes unabdingbar.
  • Point-of-Sale (POS) Management: Mithilfe von Barcodes lassen sich beispielsweise Cash-Cows und Poor-Dogs sowie saisonale Änderungen herausfinden. 

Vorteile von Barcodes:

  • schnell auslesbar
  • Kosteneinsparungen
  • Senkung der Fehlerwahrscheinlichkeit
  • Optimierung der Logistik
  • Vereinfachung der Lagerhaltung, Nachbestellung und Nachvollziehbarkeit

Parallel zu Barcodes ist auch die RFID-Technologie ein wesentlicher Bestandteil von Automatisierungslösungen. Mehr dazu erfahren Sie hier ...

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Unser Experte Markus Szöky freut sich auf Ihre Anfrage.

m.szoeky@countit.at

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