TeamViewer Facebook Twitter Xing Kununu LinkedIn DigitalDojo

Aktuelle News rund um Soforthilfe für Unternehmen in Zeiten von Covid-19!

CIT TAX Servicepoint:

 

Der Servicepoint der COUNT IT TAX bietet aktuelle News rund um Soforthilfe für Unternehmen in Zeiten von Covid-19!


In herausfordernden Zeiten wie diesen sieht man sich mit zahlreichen Neuerungen konfrontiert, sodass man schnell den Überblick über die wesentlichen Eckpunkte verlieren kann. Damit Sie sich im Dschungel der Neuerungen zurechtfinden, greifen Ihnen die Expertinnen und Experten der COUNT IT TAX gerne unter die Arme. Für Unternehmen in Österreich gibt es verschiedene Förderungen, die in Anspruch genommen werden können.

Kontaktieren Sie unsere Expertinnen und Experten, um detaillierte Informationen zu allen Möglichkeiten und Maßnahmen zu erhalten. Wir nehmen uns in schwiergen Zeiten wie dieser gerne die nötige Zeit für Sie und Ihre Anliegen.

 

Übersicht Maßnahmen

 

Die Maßnahmen für Unternehmen in Zeiten von Covid-19 im Überblick:


 

Soforthilfe - Kurzarbeit:

Kurzarbeit kann für einen Zeitraum von drei Monaten vereinbart werden und bei Bedarf um weitere drei Monate verlängert werden. Vorerst ist die Corona-Kurzarbeit bis zum 30. September 2020 befristet. Die Voraussetzung für Arbeitgeber, um die Möglichkeit von Kurzarbeit in Anspruch nehmen zu können, sind vorübergehende wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Mit welchen Bedingungen sehen sich UnternehmerInnen in Hinblick auf Kurzarbeit konfrontiert?

Eine Arbeitszeitreduktion muss mindestens 10% und kann maximal 90% betragen. Eine Unterschreitung der 10%-Marke bzw. eine Überschreitung von 90% des Arbeitsausfalls sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich, wie etwa bei verbesserter Auftragslage, Krankenstand, Urlaub, etc. Arbeitnehmer erhalten vom Arbeitgeber ca. 80-90% ihres bisherigen Nettoentgelts. Zu beachten dabei ist, dass Sozialversicherungsbeiträge und Sonderzahlungen auf Basis des Entgelts vor der Kurzarbeit zu zahlen sind. Zudem sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, das Beschäftigungsverhältnis während der Dauer der Kurzarbeit und bis einen Monat danach aufrechtzuerhalten.

Bis zum 28. des auf das Ende der Kurzarbeit folgenden Monat ist dem AMS ein Durchführungsbericht vorzulegen.Der Durchführungsbericht muss vom Betriebsrat unterfertigt werden. In Betrieben ohne Betriebsrat ist dieser von der zuständigen Fachgewerkschaft zu unterzeichnen. Der Durchführungsbericht beinhaltet:

  • Aufrechterhaltung des Beschäftigungsstandes
  • Einhaltung der Behaltefristen
  • Einhaltung des Mindest- und Höchstarbeitszeitausfallen.

Wie hoch ist die Förderungshöhe?

Das AMS ersetzt mit festgelegten Pauschalsätzen (in welchen bereits die anteiligen Sonderzahlungen im Ausmaß eines Sechstels, die anteiligen Beiträge zur SV und die sonstigen lohnbezogenen Dienstgeberabgaben enthalten sind) die Kosten für die Ausfallstunden. Vor der Kurzarbeit muss ein volles Monatsgehalt bezogen worden sein bzw. bei unregelmäßigem Entgelt zumindest Entgelte für 3 Monate bzw. 13 Wochen vorliegen. Die Ausfallstunden des jeweiligen Monats sind bis zum 28. des Folgemonats an das AMS zu melden, um die Beihilfe erstattet zu bekommen.

Bitte beachten Sie, dass seit 21. April die Kurzarbeit nur mehr mit 1. April rückwirkend beantragt werden kann.  

Verlängerung der Kurzarbeit:

Seit dem 1. Juni gibt es eine neue Sozialpartnervereinbarung. Diese Vereinbarung gilt:

  • Für Erstanträge mt Beginn der Kurzarbeit ab dem 1. Juni 2020 (oder später) sowie für alle Verlängerungsanträge mit Fortsetzung der kurzarbeit ab 1. Juni 2020 (oder später) ab dem 4. Kurzarbeitsmonat. Beispiel: Eine vn 1.3. bis 31.5. vereinbarte Kurzarbeit voll mit 1.6.2020 verlängert werden. Hier ist mit der neuen Sozialpartnervereinbarung und einem neuen Kurzarbeitsbegehren die Verlängerung zu beantragen. 

Die Vereinbarung gilt nicht:

  • für Erst- und Änderungsbegehren bis zum 31.5.2020 bzw.
  • für Änderungsbegehren von Kurzarbeitsvereinbarungen, die vor dem 1.6.2020 begonnen haben und bei denen der Verlängerungsantrag auf die Ausschöpfung der Maximaldauer von 3 Monaten abzieht. Beispiel: Eine von 1.4. bis 31.5.2020 vereinbarte Kurzarbeit soll verlängert werden. Hier ist mit dem alten Formular ein Änderungsbegehren zu stellen, um die maximale Dauer der Erstgewährung von 3 Monaten auszuschöpfen. 

Erst eine weitere Verlängerung (für die zweite volle kurzarbeitsperiode -Monat 4-6) ist mit der neuen Sozialpartnervereinbarung in Form eines Verlängerungsbegehren einzubringen.

Die Erstanträgt ab dem 1.6.2020 müssen immer vor Beginn der Kurzarbeit gestellt werde (kein rückwirkender Antrag zulässig). Verlängerungsanträge können -bis auf Weiteres - rückwirkend eingebracht werden (auch nach dem 1.6.2020)

Weitere Informationen zum Thema Kurzarbeit erhalten Sie direkt bei unseren Expertinnen und Experten der COUNT IT TAX!

 

Weiterführende Links:

AMS Kurzarbeit

AMS Anleitung zum eAMS Konto

WKO Kurzarbeit

AMS Kurzarbeit Videoanleitung

neue Kurzarbeitsrichtlinie ab 01.06.2020-30.09.2020

 

Soforthilfe - Härtefallfonds:

Vom Härtefallfonds profitieren Ein-Personen-Unternehmen (EPU), Kleinstunternehmen mit bis zu 9 MitarbeiterInnen, neue Selbstständige und freie Dienstnehmer. Er ist in zwei Phasen unterteilt, wobei eine Antragstellung für Phase I nicht mehr möglich ist. Mit 20. April 2020 ging der Härtefallfonds in die Phase II über.

Worin unterscheiden sich Phase I und Phase II?

Im Gegensatz zu Phase I entfallen in Phase II die Verdienstober- und Verdienstuntergrenze als Eintrittskriterium. Zudem passiert die Ermittlung des Nettoeinkommenentganges auf Grundlage der Einkommensteuerveranlagung. Als Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der Förderung dient hierbei die Differenz zwischen dem Nettoeinkommen des Vergleichszeitraumes (aus der Einkommensteuerveranlagung) und dem Nettoeinkommen des Betrachtungszeitraumes. Mindestvoraussetzung sind positive Einkünfte. 

Welche Voraussetzungen und Bedingungen gibt es?

Einführung eines zusätzlichen Comeback-Bonus in Höhe von 500 Euro pro Beobachtungszeitraum.

  • Bisher lag der Mindestförderbetrag (mit Ausnahme der zuvor angeführten Fälle) bei 500 Euro pro Monat. Künftig wird bei grundsätzlich gegebenem Förderanspruch durch den zusätzlichen Comeback-Bonus von 500€ kein Förderbetrag mehr unter 1.000€ monatlich liegen können.
  • Der Comeback-Bonus wird an alle Förderwerber, deren Förderungen in der Phase 2 bereits abgerechnet wurden, automatisiert nachbezalt.

Wie hoch ist die Förderungshöhe?

Es werden drei Varianten unterschieden:

  • Bei einer Unternehmensgründung oder einer Betriebsübernahme bis zum 31. Dezember 2019 liegt die Förderungshöhe bei 80% des Einkommensentgangs in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen.

  • Bei Unternehmensgründung bis zum 31. Dezember 2019 und einem monatlichen durchschnittlichen Nettoeinkommen des Vergleichsjahres von max. EUR 966,65 (Geringverdiener) werden 90% der Bemessungsgrundlage in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses ersetzt. Förderungswerber mit Nebeneinkünften sind von dieser Berechnungsmethode ausgeschlossen.

  • Bei Unternehmensgründung oder Betriebsübernahme (Jungunternehmer) zwischen 01. Jänner 2020 und 15. März 2020 werden Förderungswerber pauschal mit EUR 500,- für den beantragten Betrachtungszeitraum unterstützt

Die Anzahl der förderbaren Monate wird von drei auf sechs Monate erhht und der Betrachtungszeitraum von sechs auf neun Monate (16.3. bis 15.12.) verlängert. Bisher konnte innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten (16.3. bis 15.9.) jene drei Monate mit den höchsten Einnahmeausfällen ausgewählt und gefördert werden. Künftig weren innerhalb von neun Monaten sechs gefördert.

Haben Sie Fragen zur Antragstellung oder dem Härtefallfonds im Allgemeinen?

Kontaktieren Sie das Team der COUNT IT TAX und lassen Sie sich rasch und unkompliziert beraten.

Weiterführende Links:

WKO Härtefallfonds

 

Corona-Hilfsfonds Garantien: 

Dieser Hilfsfonds betrifft Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte oder wesentlicher operativer Tätigkeit in Österreich, die sich in Schwierigkeiten befinden. 

Der Kreditbetrag darf von Krediten bei einer Laufzeit bis 31. Dezember 2020 folgende Grenzen nicht übersteigen:

  • Doppelte Lohn- und Gehaltskosten des geförderten Unternehmens im Jahr 2019

  • 25% des Gesamtumsatzes des Unternehmens im Jahr 2019

  • In angemessen begründeten Fällen auf Grundlage einer Selbstauskunft des Unternehmens, in dem der Liquidätsbedarf dargelegt wird, kann der Kreditbetrag erhöht werden, um den Liquiditätsbedarf für die kommenden 18 Monate zu decken

Die Höhe der Garantie orientiert sich an den nicht gedeckten Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens. Der Betrachtungszeitraum liegt zwischen dem 01. März 2020 und dem 30. September 2020.

Weiterführende Links:

Austria Wirtschaftsservice (aws)

Österreichische Kontrollbank (oekb)

Österreichische Hotel- und Tourismusbank (oeht)

 

Corona-Hilfsfonds Zuschüsse:

Dies betrifft alle jene Unternehmen, die während der Corona-Krise einen Umsatzverlust von zumindest 40% erleiden und mit der Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlage konfrontiert sind. Der Sitz, der operative Betrieb und die Fixkosten müssen in Österreich angefallen sein. Zudem muss das Unternehmen vor der Corona-Krise "gesund" gewesen sein. Die Registrierung für den Fixkostenzuschuss ist Voraussetzung für den späteren Auszahlungsantrag (bis 31.08.2021 möglich)

  • Die erste Tranche umfasst 50% des voraussichtlichen Fixkostenzuschusses und konnte bereits ab 20.05.2020 beantragt werden. Die zweite Tranche kann ab 19.08.2020 beantragt werden. Hier können auch die nachgewiesenen Wertverluste saisonaler Waren berücksichtigt werden. Liegen die qualifizierten Daten aus dem Rechnungswesen bereits bei Beantragung der zweiten Tranche vor, kann bereits der gesamte Fixkostenzuschuss beantragt werden. Um den Rest der Förderung kann ab 19.11.2020 angesucht werden. 

Ausgenommen sind all jene Unternehmen, die MitarbeiterInnen gekündigt haben oder mehr als 250 MitarbeiterInnen beschäftigen. 

Fixkostenzuschuss Phase 2:

Folgende Verbesserungen bringt die Phase 2 des Fixkostenzuschuss aus dem Hilfsfonds. Die konkreten Richtlinien sind in Ausarbeitung.

  • es können sechs weitere Monate geltend gemacht werden. Insgesamt werden die Fixkosten somit bis zu neun Monate gefördert.
  • Die Beantragung ist bereits ab 30 Prozent Umsatzrückgang möglich (bisher 40 Prozent)
  • Bis zu 100 Prozent der Fixkosten sind förderbar (bisher waren nur 75% gedeckelt)
  • NEU: Die Höhe des Umsatzausfalls entspricht dem Fördersatz (z.B. bei einem Umsatzausfall von 44% werden die Fixkosten zu 44% ersetzt

Bei der finalen Ausgestaltung der Richtlinie soll ein großes Augenmerk auf die Bedürfnisse der besonders hart von Corona betroffenen Branchen, wie die Nachtgastronomie, Reisebüros, Kinos, die Stadthotellerie und die Event- sowie die Busbranche gelegt werden. Die Förderrichtlinie wird in den nächsten Tagen erwartet und ist auch noch von der Europäischen Kommission zu genehmigen. 

Nähere Details zu Zuschüssen und Garantien erhalten Sie von unserem COUNT IT TAX Team. Wir sind gerne für Sie da und beraten Sie in schwierigen Zeiten wie diesen umfassend.

Weiterführende Links:

aws Fixkostenzuschuss

COVID-19 Fixkostenzuschuss

 

OÖ Härtefallfonds für Kleinbetriebe vom Land OÖ:

Mit dem Oberösterreich-Härtefallfonds werden alle oberösterreichischen Kleinbetriebe unterstützt, die aufgrund der Kriterien des Bundes keine Unterstützung durch den Härtefallfonds oder den Corona-Hilfsfonds der Bundesregierung in Anspruch nehmen können. Antragssteller dürfen beim Härtefall-Fonds (Phase I und II) oder dem Corona-Hilfs-Fonds der Bundesregierung nicht anspruchsberechtigt sein. Als Nachweis muss eine Gewerbeberechtigung vorliegen. Zudem sind Nachweise über die Fixkosten vorzulegen – diese Angaben sind vor Einreichung vom Steuerberater zu prüfen und zu bestätigen.

Welche Voraussetzungen und Bedingungen müssen diese Kleinbetriebe erfüllen?

  • Unternehmen dürfen vor den Covid-19 Maßnahmen – URG Kriterien (Stichtag 15.03.2020) nicht in Schwierigkeiten gewesen sein.

  • Ein Umsatzrückgang von mind. 25% muss vorliegen

  • für max. 3 zusammenhängende Monate im Zeitraum 16.03. bis 15.09.2020
  • Antragsteller konnten aufgrund der Kriterien des Bundes keine Mittel des Härtefallfonds oder des Corona-Hilfsfonds der Bundesregierung in Anspruch nehmen.

Wie hoch ist die Förderungshöhe?

Die Förderungshöhe ist mit 25% der Fixkosten im Zeitraum des Umsatzrückganges definiert.

Kontaktieren Sie unsere Expertinnen und Experten der COUNT IT TAX - wir unterstützen Sie dabei!

Weiterführende Links:

Online Beantragung des Landes OÖ

 

Steuerbegünstigung und Herabsetzungen der Vorauszahlungen:

Voraussetzung für die Anwendung der Maßnahmen ist die Glaubhaftmachung des Liquiditätsengpasses durch Covid-19, zum Beispiel durch hohe Stornierungen, Ausfall von Veranstaltungen oder Ertragseinbruch.

Weiterführende Links:

BMF steuerliche Sonderregelungen

 

ÖKB Rahmen: Sonder-KRR

Exportunternehmen (Großunternehmen und KMU) profitieren von dieser Form der Unterstützung, sofern ihr Standort und die Betriebstätigkeit in Österreich sind.

Welche Bedingungen und Voraussetzungen sind zu berücksichtigen?

Das Unternehmen muss wirtschaftlich "gesund" sein und es muss eine Bonitätseinschätzung auf Basis eines Moody’s Credit Rating Models (Basis GB 2019) vorliegen. Sonder-KRR kann auch zur Bezahlung fälliger Kreditraten verwendet werden und auch beantragt werden, obwohl die Forderungen bereits verkauft sind (Factoring).

Wie hoch ist die Förderungshöhe?

Die Garantiehöhe liegt zwischen 50% und 70%, abhängig von der Bonität des antragstellenden Unternehmens. Die Laufzeit der Finanzierung ist vorerst auf 2 Jahre befristet.

Weiterführende Links:

oekb Sonder-KRR

 


Derzeit befinden sich zwei weiterer Corona-Hilfspakete für Startups in Ausarbeitung. Folgende Details können hier vorab bereits geliefert werden:

aws Covid-19 Startups Hilfsfonds:

Alle innovativen österreichischen Startups, die sich wegen der derzeitigen Covid-19-Krise mit Finanzierungs- und/oder Liquiditätsproblemen konfrontiert sehen, werden mit einem aws (Austria Wirtschaftsservice) Zuschuss auf private Investments unterstützt. Voraussetzung dafür ist, dass die Neugründung des Unternehmens nicht länger als 5 Jahre zurückliegt. Der Antrag kann elektronisch über das aws Online Portal gestellt werden und ist bis zum 15.12.2020 möglich. Die Auszahlung erfolgt über AWS. Die AWS prüft in diesem ersten Schritt nur die formalen Voraussetzung. Im Falle einer positiven Entscheidung erfolgt die Auszahlung innerhalb weniger Tage. Die inhaltliche Überprüfung erfolgt im Nachhinein.

Venture Capital Fonds:

Dieser Fonds betrifft alle jene Startups, die ohne die Ereignisse der Corona-Krise mit großer Wahrscheinlichkeit eine Finanzierungsrunde hätte abschließen können. Technologiebasierte Startups stehen dabei im Fokus.

Weiterführende Links:

aws Covid Paket für Startups

Überblick: Welche Erleichterungen gibt es von Seiten des Finanzministeriums?

  • Herabsetzung der Einkommen-/ Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2020 (bbis auf Null)

  • Zahlungserleichterungen (Stundung oder Ratenzahlung)

  • Steuerstundungen werden bis 15. Jänner 2021

  • Nichtfestsetzung von bereits festgesetzten Säumniszuschlägen

  • Nichtfestsetzung von Verspätungszuschlägen

  • Fristerstreckung für die abgabe von Jahressteuererklärungen für 2019 auf 31.08.2020

  • Lauf von Beschwerdefristen, Einspruchfristen, Vorlageantragsfristen sowie der maßnahmenbeschwerdefristen, die am 16. März 2020 noch offen waren oder deren Fristenlauf zwischen 16. März und 30. April begonnen hat, werden bis 1. Mai 2020 unterbrochen

  • Bonuszahlungen und Zuwendungen für Leistungen werden steuerfrei gestellt

  • Keine Gebühren und Bundesverwaltungsabgabe für die Beantragung von Unterstützungsleistungen, keine Rechtsgeschäftsgebühren für Rechtsgeschäfte, die zur Durchführung der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Krisensituation notwendig sind

  • Befreiung von Zollabgaben und von der Einfuhrumsatzsteuer für Katastrophenopfer

  • Steuerfreie Herstellung von Desinfektionsmitteln

  • Auf Lieferungen/ innergemeinschaftliche Erwerbe von Schutzmasken (auch Stoffmasken) seit dem 13.4. und vor dem 1.8.2020 wird mit 0% Umsatzsteuer versteuert. Die dementsprechende UVA Kennzahlen wurden im Formular bereits ergänzt.

  • steuer- und beitragsfreie Bonuszahlungen an Beschäftigte für hren Einsatz während der Corona-Krise (Bargeldzahlungen und auch in Form von Gutscheinen möglich)

  • unbefristete degressive Abschreibungsmöglichkeit auf Investitionen nach dem 20.06.2020 soll eingeführt werden. Im 1. Jahr können gleich bis zu 30% der Anschaffungskostem abgeschrieben werden

  • Verlustrücktrag: Über einen Verlustrücktrag können einmalig Verluste aus 2020 mit Gewinnen aus dem Jahr 2019 und unter gewissen Voraussetzungen aus dem Jahr 2018 gegengerechnet werden. Dabei gilt eine Deckelung von 5 Mio. Euro. Eine vorgezogene Möglichkeit der Verlustberücksichtigung soll durch einen bei der Veranlagung 2019 zu berücksichtigenden besonderen Abzusdposten ("COVID-19-Rücklage") erfolgen. Voraussichtliche Verlustze des Jahres 2020 können dadurch bereits in der Veranlagung 2019 berücksichtigt werden.

  • Senkung der untersten Lohnsteuerstufe von 25% auf 20% ab 2020

Überblick: Welche Neuerungen gibt es im Sozial- und Arbeitsrecht?

  • Betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse während Stundung: Derzeit haben Unternehmen Anspruch auf Stundung der Sozialversicherungsabgaben. Damit waren auch Stundungen der Beiträge für die Abfertigung-Neu an die ÖGK erfasst. Die Neuregelung sieht vor, dass die ÖGK für diesen Zeitraum die Beitragsleistung an die Betrieblichen Mitarbeitervorsorgekassen vorzuschießen hat.

  • Vorübergehender Weiterbezug von Sozial-Leistungen: Unter bestimmten Bedingungen können befristeten Berufsunfähigkeits-/Invaliditätspensionen, befristete Erwerbsfähigkeitspensionen, Krankengeld oder Rehabilitationsgeld länger bezogen werden.

  • Arbeitslosengeld, Notstandshilfe und Altersteilzeit geändert: Ein Abrutschen von Beziehern des Arbeitslosengelds in die Notstandhilfe wird verhindert. Die Notstandshilfe wird von Mai bis September 2020 auf das Ausmaß des Arbeitslosengeldes erhöht. Geregelt wird auch der Fall, dass bei Altersteilzeit vorübergehend die Arbeitszeit angehoben werden muss.

  • Covid-19 Prämie steuerfrei: vom BMF wurde klargestellt, dass die steuer- und SV-freien Corona-Zulagen und Bonuszahlungen bis zu € 3.000 allen Arbeitnehmern, die Einkünfte aus nichtselbstsändiger Arbeit beziehen, gewährt werden können. Es gibt dabei keine Einschränkungen auf Branchen oder systemrelevante Tätigkeiten.
  • Sozialversicherungsbeiträge: Erleichterungen für Betriebe wurden verlängert, der Gesetzgeber hat nun ein zweites Stundungspaket verabschiedet. Die für die Beitragszeiträume Februar, März und April 2020 bereits gestundeten Beiträge sind bis spätestens 15.01.2021 an die Österr. GKK zu überweisen. Kann die Zahlung aufgrund von Liquiditätsproblemen nicht entrichtet werden, kann ab 2/2021 in elf gleichen Teilen für die Monate Februar, März und April 20 Ratenzahlungen beantragt werden. Können die Beiträge aufgrund der Cononavirus-Pandemie und der fehlenden Liqzidität für die Beitragszeiträume Mai, Juni und Juli 2020 nicht zeitgerecht entrichtet wrden, gewährt die GKK auf Antrag eine Stundung bis Ende August 2020. Anträge können bis 5.6.2020 eingebracht werden. Formulare dazu stehen in WEBEKU zur Verfügung.

Lehrlingsförderung Sondertopf

Für Lehrlinge, die ihre Lehrabschlussprüfung nicht ablegen könnten und dadurch einen Einkommensverlust erlitten haben, gibt es einen Sondertopf. Die Entschädigung ist die Differenz zwischen Bruttolehrlingeinkommen und Fachkräfteentgelt mit Lehrabschlussprüfung. Der Zuschuss kann über die betriebliche Lehrstellenförderungen beantragt  werden. Die betroffenen Lerlinge werden Anfang Juni per Mail/Brief informiert. 

Lehrlingsbonus

Für jede Lehranfängerin und jeden Lehranfänger, der zwischen 16. März und 31. Oktober 2020 aufgenommen wird, erhalten Ausbildungsbetriebe eine Förderung i.H.v. € 2.000. Entscheidend ist dabei das Abschlussdatum des Lehrvertrages.

Der Antrag kann über www.lehre-foerdern.at gestellt werden.

Corona-Hilfspaket für Gastronomie: "Wirtshaus-Paket"

A nheben der Grenze für stzeuerfreie Essensgutscheine für Gastronomie von €4,40 auf €8 und für Lebensmittelgutscheine von €1,10 auf €2 ab 1.7.2020.

Erhöhung der Absetzbarkeit von Geschäftsessen von 50% auf 75% ab 1.7.2020 bis Jahresende.

Senkung der Umsatzsteuer auf nichtalkoholische Getränke von 20% auf 10% ab 1.7.2020 bis Ende 2020

Abschaffen der Schaumweinsteuer ab 1.7.2020.

Erleichterungen bei der Gastgewerbe-Pauschalierung, Anhebung der Pauschalierungsgrenze von 10% auf 15% des Umsatzes und der Mindestpauschalbetrag von €3.000 auf €6.000

USt-Senkung von 5% für die Abgabe aller Speisen und Getränke (somit auch alkoholische) in Gastronomiebetrieben sowie weiters auch für den Besuch von kulturellen Veranstaltungen. Weiters kann der ermäßigte Steuersatz angewendet werden:

  • Gewerbebetriebe wie Bäcker, Fleischer und Konditoren, die Speisen und Getränke auf Grund deren gastronomischer Nebenrechte verabreichen
  • Beherbergung und Camping
  • Besuch von Museen, Kinos oder Musikveranstaltungen
  • Zirkusse und Schausteller
  • publizierender Bereich (z.B. Bücher, Broschüren, Drucke, Zeitungen, Zeitschriften, Bilderalben) inkl. E-Publikationen

Wirtshaus Paket

Investitionsprämie Neu:

Covid-19 Investitionsprämie für materielle und immaterielle Neuinvestitionen des abnutzbaren Anlagevermögens, ausgenommen klimaschädliche Neuinvestitionen. Die Förderung erfolgt durch die Gewährung einer Investitionsprämie in Form eines Zuschusses in Höhe von 7% der förderfähigen Kosten und 14%, wenn die Investition im Zusammenhang mit Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit und Life Science in Verbindung steht. Förderung kann ab dem 1. September 2020 bis 28. Februar 2021 für Investitionen zwischen 1. August 2020 und 28 Februat 2021 beantragt werden. 

Beschluss des Ministerrates


 

Sie benötigen Hilfe und/oder Unterstützung bei der Antragstellung oder möchten sich ausführlich und rasch über Maßnahmen, Möglichkeiten und Änderungen informieren? Die Expertinnen und Experten der COUNT IT TAX stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite! Wir unterstützen Sie in allen Belangen und bieten Ihnen eine Rundum-Beratung, damit Sie sich im Dschungel der Covid-19-Neuerungen zurechtfinden können.

 

Kontaktdaten:

officetax@countit.at

+43 5 770 6 0


Stand: 06. Juli 2020

Hinweis: Alle Informationen ändern sich beinahe täglich. Wir sind stets bemüht Ihnen den aktuellsten Informationsstand mitzuteilen. Für detaillierte Beratung kontaktieren Sie uns bitte direkt unter officetax@countit.at oder +43 5 770 6 0.

Quellen: BMF, WKO, AMS, AWS, OEKB, OEHT, Land Oberösterreich