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Urlaub im Ausland in Zeiten von Corona - Was ist zu beachten?

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Urlaub im Ausland in Zeiten von Corona? Was arbeitsrechtlich zu beachten ist:

Ein unbeschwertes, leichtes Urlaubsgefühl kommt in diesem Jahr aufgrund von Corona bei den wenigsten auf. Für Auslandsreisen gelten angesichts der Covid-Pandemie ganz besondere Spielregeln. 

In den Betrieben kommt es immer wieder zu Diskussionen, ob Urlaube im Ausland derzeit angesichts des Coronavirus zulässig sind und wie die arbeitsrechtliche Situation im Falle der Erkrankung im Ausland aussieht. Die wichtigsten Grundsätze haben wir für Sie kompakt zusammengefasst:

  • Urlaube im Ausland sind prinzipiell zulässig. Derzeit kann man in die meisten europäischen Länder reisen, ohne bei der Rückkehr nach Österreich entweder in Heimisolation oder einen negativen Corona-Test vorlegen zu müssen. Der Arbeitgeber kann Reisen ins Ausland nicht verbieten und auch nicht als fristlosen Entlassungsgrund heranziehen.

  • Da der Urlaub zur privaten Lebensgestaltung des Arbeitnehmers gehört, muss der Arbeitnehmer weder von sich aus noch auf Anfrage des Arbeitgebers mitteilen, wohin er auf Urlaub fährt oder fliegt.

  • Allerdings ist der Arbeitnehmer aufgrund der aktuellen Pandemiesituation verpflichtet, für den Fall, dass er ein Land mit Reisewarnstufe 5 oder 6 aufsucht, diesen Umstand dem Arbeitgeber bekannt zu geben. Damit wird es dem Arbeitgeber ermöglicht, im Betrieb geeignete Schutzvorkehrungen zu treffen, um seiner Fürsorgepflicht gegenüber anderen Arbeitnehmern nachzukommen.

  • Wenn der Arbeitnehmer nach der Rückkehr Covid19-Symptome verspürt, die Gesundheitshotline 1450 angerufen wurde und dem Arbeitnehmer gesagt wurde, dass das Haus nicht mehr verlassen werden soll, dann ist es ab diesem Zeitpunkt keine arbeitsrechtliche Frage mehr. Dann gilt das Epidemiegesetz. Das Entgelt wird wie gewohnt weiter bezahlt und zwar so lange, bis die Behörden sagen, die betroffene Person muss nicht mehr zuhause bleiben. 

  • Wenn der Arbeitnehmer im Auslandsurlaub an Corona erkrankt, hat er im Normalfall trotzdem Anspruch auf Entgeltfortzahlung, außer er hat sich nachweislich grob fahrlässig verhalten. Grobe Fahrlässigkeit liegt dann vor, wenn der Arbeitnehmer die im Urlaubsland geltenden COVID-Sicherheitsvorschriften missachtet (z.B. Nichteinhaltung von Abstandsvorschriften, Teilnahme an verbotenen Partys o.ä.) oder in einem Land mit Reisewarnstufe 5 oder 6 urlaubt (hingegen ist Warnstufe 4, die derzeit im Großteil der EU besteht, „unschädlich“). Die Beweislast für die grobe Fahrlässigkeit liegt allerdings beim Arbeitgeber.

  • Informationen über die jeweilige Sicherheitslage (Reisewarnungen etc.) finden sich auf der Website des Bundesministeriums für Europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) unter bmeia.gv.at


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